MAGIC SHIFTER

Lilly Rocket

Der MagicShifter ist ein Gadget, das sowohl junge und alte Menschen begeistert. Während Kinder meist von den bunten Lichtern fasziniert sind, versuchen die Erwachsenen immer die Systematik und den Mechanismus hinter den leuchtenden Bildern zu erkennen. Das kleine Gerät funktioniert mit Licht- und Schatteneffekten und bedurfte einige Jahre an Entwicklung.

Magicshifter

Es ist eine Art digitale, magische Lampe, die in allen erdenklichen Farben leuchten kann. Einige Lichtideen sind bereits vorprogrammiert, weitere können jederzeit selbst hinzugefügt werden, falls man dieser Materie mächtig ist. Damit das Ganze auch funktioniert, ist das kleine, leuchtende Kästchen mit einigen Sensoren (Beschleunigungs-, Farb- und Distanzsensor) ausgestattet.

Der MagicShifter ist ca. 10cm lang und mit 16 leuchtstarkten RGB LEDs ausgestattet, die in einer Linie angeordnet sind. Die Bewegungsunschärfe ist es, die flächige Motive wie Smileys o.ä. entstehen lässt. Ein ausgeklügeltes System, dessen Entwicklung fast zehn Jahre betrug.

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Bereits im Kindesalter begann Philipp Tiefenbacher mit dem Programmieren und wurde während der Schulzeit von Prof. Herbert Hörtlehner in die Welt der Elektrotechnik eingeführt, die ihn richtig faszinierte. Diese Inspiration sorgte im Jahre 2004 für die ersten Vorläufer des heutigen MagicShifter. 2006 wurde er Mitbegründer des Wiener Hackerspace Metalab, weil es hierzulande einen großen Bedarf an offenen Infrastrukturen für technisch-kreative Projekte gab. Nachdem er sich mehrere Jahre mit dem Open Source 3D Drucker beschäftigt hatte, besann er sich Ende 2012 wieder auf den MagicShifter zurück und nahm die Arbeit an diesem Projekt wieder auf.

Sein Kollege Florian Bittner schrieb mit gerade mal 10 Jahren, während KlassenkameradInnen noch mit Autos und Puppen spielten, sein erstes BASIC-Programm am C64. Die Faszination für technische Geräte stieg ins Unermessliche und er verbrachte einen Großteil seiner Zeit damit, Computer und andere Gerätschaften zu verwenden, zerlegen und zweckzuentfremden. Er ist ebenfalls Mitbegründer des Hackerspace Metalab, arbeitet hier eng mit Philipp zusammen und gründete zusätzlich dazu noch die entsprechende Webshopplattform

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Die Expertise beider Herren floß in die Entwicklung des MagicShifters ein und auch viele Freunde unterstützten die beiden im Laufe der Zeit mit ihrem Know-How. Gemeinsam wurde die Soft- und Hardware angepasst, bis alle Beteiligten mit dem Endresultat zufrieden waren.

Die ersten Ausführungen, die Philipp Tiefenbacher in der Schule herstellte, waren noch von Hand gelötet und verfügten über acht leuchtende Pixel. Damit konnten zwar noch keine richtigen Bilder angezeigt werden, aber es war bereits möglich einen Text zu schreiben und anzeigen lassen zu können. Aus diesem einfachen Anfangsmodell heraus entwickelte der Lehrer eine Schaltung, die bereits über 16 LEDs verfügte, aber noch keine durchgehende Reihung möglich machte.

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In der nächsten Stufe wurde bereits mit Kabeln gearbeitet, was jedoch den Nachteil hatte, das die Version nicht sehr handlich war. Nach und nach wurden die Mängel beseitigt und es entstand die nächste Vorstufe des heutigen Gadgets, bei der alles auf eine Platine geglüht war. Nachteile dieser Version waren nicht nur die Größe des Geräts, sondern auch die Tatsache, dass die Schaltung leicht beschädigt werden konnte, weil diese auf der Platine freilag.

So wurde weiter getüftelt und am Ende die finale Version erarbeitet, deren Gehäuse mit dem 3D Drucker erstellt wird und somit den sensiblen Inhalt vor Beschädigungen schützt. Zur Verwendung kommt dabei PLA, ein kompostierbarer Biokunststoff. 

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Ein langer Weg führte so schließlich zu einem Gadget, an dem Jung und Alt ihre Freude haben. Ein Gerät, das sowohl innerlich, wie auch äußerlich, frei nach individuellen Ideen angepasst werden kann und somit für manch einen eine Art Reise in die Kindheit möglich macht, wo vielleicht von einem solchen Gadget geträumt wurde.